Initiative Mor Gabriel
Pressemitteilung vom 25. April 2009
Rassistische Äusserungen des türkischen Generalkonsuls Kivanc gegen Deutsche.
Migranten fordern die umgehende Abberufung des türkischen Generalkonsuls Hakan Kivanc in Düsseldorf. Rassistische Äußerungen des türkischen Generalkonsuls Kivanc gegen Deutschland für Migrantenverbände nicht zu entschuldigen. Die Initiative Mor Gabriel, ein Zusammenschluss von Spitzenverbänden der Migrantengemeinschaften in Deutschland fordert die sofortige Abberufung des türkischen Generalkonsuls in Düsseldorf.
Hintergrund der Forderung sind die die deutschlandfeindlichen Äußerungen des türkischen Generkonsuls Hakan Kivanc, die er im Rahmen eines von ihm einberaumten Gesprächstermins am 22.02.09 zwischen 13 Uhr und 16 Uhr mit einem Kreis von Unterstützern des Klosters Mor Gabriel geführt hat.
Der türkische Generalkonsul Hakan Kivanc warnte seine aramäichen Gesprächspartner davor sich auf Deutschland zu verlassen. Generalkonsul Kivanc verwies darauf, dass für Deutsche ohnehin alle Menschen aus der Türkei Türken seien und dass Deutsche nicht nach Aramäern, Kurden oder Armeniern differenzieren würden. Deutsche würden das Thema Kloster Mor Gabriel für eigene Zwecke instrumentalisieren.
Die Beteiligten sollten sich nicht von der deutschen Politik mißbrauchen lassen. Weiter erklärte der Generalkonsul Kivanc, dass Deutsche, wenn sie es könnten, allen Menschen aus der Türkei, wie während der NS Diktatur, ein "T" für "Türke" tätowieren würden und ihnen das Gleiche antun würden, was sie während der Nazizeit getan haben. Die Türkei sei die einzige Schutzmacht, die die Türken schützen würde. Der Generalkonsul Kivanc fuhr fort und erklärte, dass wenn man den Deutschen die Pulsadern aufschneidet, dass dann bei denen braunes Blut fliest.
Er bat das Gespräch vertraulich zu behandeln. Der Unterstützerkreis für Mor Gabriel protokollierte allerdings das Gespräch, welches den Sprechern der Initiative Mor Gabriel vorliegt.
Kubilay Demirkaya, Sprecher der Initiative Mor Gabriel: "Wir fordern die Türkei auf, umgehend personelle Konsequenzen aus diesem Skandal zu ziehen. Ein Generalkonsul der türkischen Republik , der so ein Bild von Deutschland in sich trägt und damit auch noch hausieren geht darf nicht weiter im diplomatischen Dienst in Deutschland arbeiten dürfen." Die Verbreitung rassistischer Ideologien gegen Deutschland gefährdet den sozialen Frieden. Es polarisiert die Gesellschaft und stärkt die rechten Ränder der deutschen und der türkischen Gesellschaft."
Madlen Vartian , Sprecherin der Initiative Mor Gabriel: "Die Entgleisungen des türkischen Generalkonsuls Hakan Kivanc machen jegliche Integrationsbemühungen von Bund, Ländern und Kommunen zu nichte und dienen alleine zur Festigung einer geschlossenen türkischen Parallelgesellschaft in Deutschland. Dies ist ein Schlag ins Gesicht. Es zeigt uns, dass der türkische Nationalismus Teil der türkischen Staatsdoktrin ist und in Deutschland von der Türkei massiv gefördert wird."
Der erste Halbjahresbericht des nordrheinwestfälischen Verfassungsschutzes zeigt uns, dass der türkische Rechtsextremismus im türkischen Staat verankert ist: "In der Türkei ist die Ülkücü- Bewegung (türkischer Rechtsextremismus) etabliert, systemerhaltend und -stützend. In Deutschland tritt sie nicht offen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung ein, es werden jedoch Kernbereiche von Grund- und Menschenrechten strikt abgelehnt"
http://www.im.nrw.de/imshop/shopdocs/Zwischenbericht%202008.pdf
Im Rahmen des Besuches der Geburtstagsfeier des ehemaligen Bundeskanzlers Schröder (SPD) forderte Premierminister Erdogan im Deutschland türkische Verbände auf mehr Verantwortung für das türkische Vaterland zu übernehmen. Türkische Verbände sollten sich mehr für die nationalen Interessen der Türkei in Deutschland einsetzen und der Türkei den Rücken stärken. Die 3 Millionen Türken in Deutschland sollten an die Wahlurnen gehen und den Deutschen ihre Macht demonstrieren.
Madlen Vartian: "Erdogan mischt sich massiv in innerdeutsche Angelegenheiten ein. Wann ist die Grenze zum Interventionsverbot überschritten. Anstatt in Deutschland solches Zeug zu reden, sollte Erdogan in Erivan den Kniefall vor dem Völkermordsdenkmal machen, so wie einst Willy Brand in Warschau."
Kubilay Demirkaya: "Die nationalen Interessen der Türkei stehen im krassen Widerspruch zu den Integrationspolitischen Interessen der türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland. Wir müssen unsere Türken vor dem Zugriff der türkischen Interessenspolitik und deren Stadthalter in Verbänden und Konsulatseinrichtungen schützen."